Vielleicht hast du schon einmal gedacht:
„Dafür bin ich zu unbeweglich.“
„Ich bin nicht sportlich genug.“
„Ich sollte erst ein wenig abnehmen.“
Dann möchte ich dir heute etwas sagen, das ich selbst erst lernen durfte:
Yoga wurde nicht für perfekte Körper erfunden.
Yoga interessiert sich nicht für Kleidergrößen.
Nicht für Falten.
Nicht für das Alter, das auf auf deinem Ausweis steht.
Und vor allem nicht dafür, ob du in der Vorwärtsbeuge 𝘜𝘵𝘵𝘢𝘯𝘢𝘴𝘢𝘯𝘢 deine Zehen berühren kannst oder ob in der Position des Kindes 𝘉𝘢𝘭𝘢𝘴𝘢𝘯𝘢 dein Bauch im Weg ist.
Trotzdem höre ich so oft Sätze wie:
„Ich bin zu unbeweglich für Yoga.“
„Ich bin zu dick für Yoga.“
„Ich bin nicht sportlich genug.“
„Ich passe da nicht dazu.“
Und ganz ehrlich, ich kenne diese Gedanken.
Nicht aus Büchern oder Erzählungen., sondern aus meinem eigenen Leben.
Auch ich habe Zeiten erlebt, in denen ich mich in meinem Körper nicht wohlgefühlt habe.
Zeiten, in denen ich dachte, ich müsste erst etwas verändern, bevor ich irgendwo dazugehören darf.
Erst ein paar Kilo weniger, dann starte ich…
Erst etwas fitter, dann falle ich im Studio nicht negativ auf…
Erst etwas beweglicher, sonst lachen alle…
Erst etwas straffer, wie sieht das denn sonst aus…
Doch irgendwann auf meiner ganz persönlichen Yoga-Reise habe ich verstanden:
Yoga beginnt nicht, wenn alles perfekt ist. Yoga beginnt genau dort, wo du gerade stehst.
Mit deinem Körper.
Mit all deinen Zweifeln.
Mit den vielen Narben.
Mit dem (selbst gemachten) Stress.
Mitten im Chaos.
Mit allem, was dich gerade ausmacht.
Du musst nicht erst schlanker werden, um Yoga zu machen.
Du musst nicht erst beweglicher werden, um Yoga zu machen.
Du musst nicht erst mutiger werden, um Yoga zu machen.
Du darfst kommen, wie du bist. Genau jetzt.
Yoga ist nicht für einen bestimmten Körpertyp gemacht – Yoga ist für Menschen gemacht.
Für Menschen, die sich wieder spüren möchten.
Für Menschen, die ihrem Körper nicht länger den Kampf ansagen wollen.
Für Menschen, die lernen möchten, freundlicher mit sich selbst umzugehen.
Und vielleicht ist das genau das der Grund, warum ich dem Ruf gefolgt bin, Yoga zu unterrichten.
Nicht, um Menschen in eine bestimmte Form zu bringen. Sondern damit sie wieder bei sich selbst ankommen.
Und noch etwas:
Yoga ist nicht dafür da, um beweglicher zu werden.
Yoga ist auch nicht der ideale Sport, um dünner zu werden.
Und sportlicher wird man von der Yogapraxis alleine auch nicht…
Natürlich können all diese Dinge passieren.
Viele Menschen werden beweglicher, kräftiger, ausgeglichener oder verlieren sogar Gewicht.
Aber das sind Nebeneffekte.
Der eigentliche Zauber liegt woanders – denn Yoga verändert nicht nur den Körper.
Yoga verändert vor allem die Beziehung, die wir zu unserem Körper haben.
Und die ist oftmals leider nicht die liebevollste.
Für mich ist genau das die größte Transformation überhaupt: den eigenen Körper wieder zu respektieren und ihm dankbar zu sein.
Wenn du bisher dachtest, Yoga sei nichts für dich, dann möchte ich dir heute etwas mitgeben:
Du bist nicht zu unbeweglich für Yoga.
Vielleicht ist Yoga genau das, was auf dich gewartet hat und was du gerade am dringendsten brauchst.
Namasté